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Integration. Gemeinsam lernen und spielen

Integration

Integration am Vormittag. An unserer Schule werden Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen, mit den Schwerpunkten Hören, Sehen, Lernen, körperliche- motorische Entwicklung, geistige Entwicklung und im emotional- sozialen Bereich sonderpädagogisch gefördert. Der gemeinsame Unterricht ist zu einem wichtigen, klassenübergreifenden Schuleintwicklungsprojekt geworden. Die Förderung richtet sich nach der Behinderungsart, den individuellen Besonderheiten einzelner Schüler und Schülerinnen und den Einsatzmöglichkeiten der Sonderpädagoginnen.

 

IMG_1688Willkommensklassen. Seit dem Schuljahr 2014/15 heißt die Grundschule im Blumenviertel in der "Kornblumenklasse" Schüler nicht deutscher Herkunft willkommen. Im Februar 2016 kam eine weitere Klasse, die "Tulpenklasse" dazu. Die Klassen können je bis zu 12 Schüler und Schülerinnen ohne oder mit wenigen deutschen Sprachkenntnissen im Alter von 6-12 Jahren aufnehmen. Auch in diesen Klassen wird nach den Grundsätzen Maria Montessoris gelernt und gelebt. Schon nach kurzer Zeit werden die Schüler in Einzelstunden je nach Lernstand und Möglichkeiten in die anderen Klassen unserer Schule integriert und möglichst rasch, spätestens aber nach einem Jahr, in die weiterführenden Klassen und Schulen empfohlen. Viele helfende Hände aus dem Kreis der Elternschaft und der Lehrer ermöglichen zahlreichen Kindern einen guten Start in die deutsche Schullandschaft.


  

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Integration am Nachmittag. Ziel der Arbeit mit den Integfrationskindern ist, sie bestmöglich in die Gruppensituation einzubinden unter gleichzeitiger Beachtung ihrer besonderen Bedürfnisse und Beeinträchtigungen. Die enge Zusammenarbeit mit Eltern,

Lehrerinnen und Lehrern, den Schulhelferinnen und außerschulischen Helfern wird regelmäßig reflektiert und das Herangehen dem Entwicklungsstand des Kindes angepasst. Außerdem nimmt die Gruppenerzieherin am Feststellungsverfahren teil. So wird ein einheitliches Vorgehen bei der Förderung der Kinder und ihrer Integration am Vor- und Nachmittag angestrebt. In reglmäßigen Abständen findet ein Informationsaustausch im Team der Erzieherinnen zur Situation der Kinder statt, da diese im Schulalltag eine besondere Aufmerksamkeit benötigen. Daraus ergeben sich weitere Handlungsstrategien für die Erzieherinnen. In den Gruppen mit einer zusätzlichen Facherzieherin für Integration ist eine intensivere, individuelle Förderung der Integrationskinder möglich.

 

Inklusion. Gemeinsam mit anderen Schulen begeben wir uns derzeit auf den Weg zur Inklusion. Was ist denn dann anders? Hier ein kurzer Einblick:stufen_schulischer_integration

 

Exklusion

Ausgrenzung und Diskriminierung von Kindern mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen, indem ihnen Zugangsmöglichkeiten zur Schulbildung versagt blieben.

 

Separation
Trennung, Ausgliederung behinderter Kinder aus der allgemeinen Schule entsprechend den traditionellen sonderpädagogischen Klassifikationen in Hilfsschulen oder Sonderschulen.

 

Integration
Seit 1990 im Osten Deutschlands, davor vereinzelt auch im Westen. Besondere Berücksichtigung der Bedürfnisse und Entwicklung behinderter Schüler.

 

Inklusion
Gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung als Motor für eine Effektivitätssteigerung des gesamten Schulsystems (beruht auf Fachdiskussionen in GB, USA, Kanada seit 1990). Inklusionspädagogik ist die gemeinsame Erziehung und Bildung aller Kinder mit den verschiedenen Bedürfnissen.

Der Ausgangspunkt ist die Kooperation zwischen Allgemeinpädagogik und Sonderpädagogik. Dabei ist die Behinderung nur eine Dimension von Unterschiedlichkeit. Die Heterogenität der Kinder fordert eine Pädagogik der Vielfalt.

 

Quelle: website Netzwerk7 Regionalnetzwerk Brandenburger Grundschulen